Nulla Paenitentia v.2
... ...

I needed an answer to end all my searching



[mood] one step in midair
[drinking] coffee
[eating] -
[listening] santana - black magic woman

For when panic emerges, the mind catches like the rip cord of a parachute: one goes on falling. Turning right on Fifty-ninth, the car skidded onto the Queensboro Bridge; ther, above the hollow hootingsof river traffic, and with a morning he was never to see changing the sky, Gump cried, "Damn it, you'll kill us", but he could not loosen her hands from the steering wheel: she said, "I know." (Truman Capote - Summer Crossing)

Stille.

Keiner der beiden sprach ein Wort. Sie drehte die Kaffeetasse in ihrer Hand, blickte auf, wartete. Er starrte vor sich hin. Seine Stimmung war anders, gedrückt.
Sie verstand ihn nicht. Sie war doch noch hier. Oder vielleicht verstand sie ihn auch nicht. Sie war noch immer hier.

Liebst du ihn noch.

Es zu verneinen wäre eine Lüge gewesen. Ihr gesamtes Inneres sträubte sich dagegen bei einer so wichtigen Frage zu lügen. Doch wieviel Wahrheit vertrug ein Mensch. War es herzlos von ihr ehrlich zu ihm zu sein? Und wieviel war eine Beziehung ohne Ehrlichkeit wert?

Sein Blick wich ihrem aus. Nicht zu antworten wäre feige. Sie war nicht feige. Sah auch keinen Grund dazu jetzt damit zu beginnen.

Ja.

Simpel, schlicht. Jede Erklärung hätte alles noch verschlimmert. Sie wusste es ja oft nichteinmal vor sich selbst zu erklären. Obwohl sein Blick leer blieb, wusste sie, dass sie ihn getroffen hatte.

Was willst du dann von mir?

Die Verzweiflung in seiner Stimme tat ihr weh. Er verstand nicht. Es war die falsche Frage. Es war eine Tatsache die alles beantwortete. Sie war noch hier.

Ich liebe dich.

Feststellung oder Antwort? Lösung oder verkomplizierte es alles noch zusätzlich. Dabei war es einfach. Das einfachste an ihrem gesamten emptionalen Unvermögen.

Mehr als ihn?

Falsche Richtung, ganz falsch.

Anders.

Anders, weil sie ihn hatte. Sie liebte ihn nicht so aufopfernd, verzehrend. Es war eine solide Sache. Er war da für sie, sie konnte sich auf ihn verlassen, sie fühlte Verantwortung ihm gegenüber. Doch tief drin brannte es manchmal noch ein wenig.
Sie würde ihn nicht für den anderen verlassen. Er hatte sich etwas geleistet was sie nicht verzeihen würde. Nie... Egal wie sehr sie ihn noch liebte. Ob mehr oder nicht, war nicht die Frage.

Er verstand sie nicht. Sie sah es ihm an.

Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Zum ersten Mal seit langem fand sie nicht die richtigen Worte. Sie spürte den Riss zwischen ihnen immer deutlicher.

Er stand auf und drehte sich um. Er ging. Sie blieb sitzen, trank ihren Kaffee aus.


Der Traum brach ab. Sie erwachte. Es war kalt. Sie zog die Bettdecke bis zur Nasenspitze. Er war noch immer da. Er wusste es nicht. Er ahnte es nur.

I've felt like giving up
My life locked in a trunk
When it hurt way too much
I needed a reason to live
Some love inside me to give
I couldn't rest I had to keep on searching

Te busque de bajo de las piedras y no te-encontre
En la manana fria y en la noche te-busque
Hasta enloquecer
Pero tu llegaste a mi vida como una luz
Sanando las heridas de mi corazon
Haciendo me-sentir vivo otra vez
1.8.07 15:08
 


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